Interstellar

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Eine sakrale Weltraum-Oper, in der große Gefühle wichtiger sind als Special Effects und 3D Animationen. So könnte man Christopher Nolans neues Meisterwerk „Interstellar“ in einem Satz beschreiben. Der Film beschreibt sehr realistisch nicht weniger als den Überlebenskampf der Menschheit, Nolan kombiniert dieses Thema souverän mit einer sehr intimen, aber niemals kitschigen Familiengeschichte. In den letzten 60 Minuten des mit fast drei Stunden überlangen Films dringt Nolan dann in neue, völlig unerwartete Dimensionen vor. Nicht weniger als die Rätsel des Universums werden in Interstellar thematisiert , dabei darf man sich auf sensationelle Bilder und eine sehr emotionale Dramaturgie freuen.

Christopher Nolan bleibt sich auch in „Interstellar“ treu und verzichtet bei dieser Produktion auf den sonst fast obligatorischen 3D-Hammer. Und dreht auf klassischem 35- sowie 70-Millimeter-Film, ergänzt um imposante IMAX-Aufnahmen. Und er lässt den Film von einem sensationellen Soundtrack begleiten.

Interstellar-Monolith-Robot-Save

Am besten gelingt ihm Zusammenspiel von Ideen und Gefühlen beim Umgang mit dem Phänomen des relativen Zeitverlaufs. Während der Hauptdarsteller und seine Team in entfernten Galaxien Stunden verbringen, vergehen auf der Erde Jahrzehnte. Genial umgesetzt das ganze, völlig ohne überflüssige Trickeffekte. Nur in den letzten 20 Minuten verliert der Film ein wenig an Grandiosität, ich persönlich habe aber keine Ahnung wir man den Plot besser beenden hätte sollen. Mehr soll nicht verraten werden :-)

Wer sich mehr über die zugrundeliegenden astronomischen und physikalischen Erklärungen im Film informieren will findet hier eine sehr gute Zusammenfassung. Wobei noch zu erwähnen wäre, dass niemand geringerer als der bekannte Physiker Kip Thorne seine astrophysischen Inputs für den Film für geliefert hat.

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