iPhone und iPad für den Umgang mit NATO-vertraulichen Informationen zugelassen

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iPhone und iPad für den Umgang mit NATO-vertraulichen Informationen zugelassen
Photo by Maulik Sutariya / Unsplash

Nach umfangreichen Sicherheitstests und einer strengen Bewertung durch die deutsche Regierung sind iPhone und iPad die ersten Consumer-Endgeräte, die für den Umgang mit vertraulichen NATO-Informationen bis zur Stufe „NATO restricted“ (entspricht „Nur für den Dienstgebrauch“) zugelassen wurden. Diese Zertifizierung gilt für Geräte mit iOS 26 und iPadOS 26 und bestätigt, dass Apple-Produkte bestimmte staatliche und internationale Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Allerdings bleibt festzuhalten: Es handelt sich dabei um US-amerikanische Technologie, deren Cloud-Lösung iCloud ebenfalls unter US-Recht fällt.

Apple betont, dass Sicherheit von Anfang an in die Entwicklung seiner Produkte integriert wird – von der Hardware über die Software bis hin zu den hauseigenen Chips. Funktionen wie starke Verschlüsselung, biometrische Authentifizierung (Face ID) und Mechanismen wie Memory Integrity Enforcement gelten als branchenführend. Dennoch basieren diese Systeme auf einer geschlossenen, proprietären Plattform, die von einem US-Unternehmen kontrolliert wird.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte bereits zuvor bestätigt, dass handelsübliche iPhones und iPads für die Verarbeitung deutscher Verschlusssachen der Kategorie „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ geeignet sind. Die NATO-Zulassung ist ein weiterer Schritt, der zeigt, dass Apple-Geräte auch in sensiblen Sicherheitsbereichen eingesetzt werden können.

Claudia Plattner, Präsidentin des BSI, hebt hervor, dass eine erfolgreiche digitale Transformation nur gelingt, wenn Informationssicherheit von Beginn an mitgedacht wird. Die Zulassung unterstreicht, dass Apple es geschafft hat, Sicherheitsstandards zu setzen, die bisher nur speziellen Regierungs- oder Unternehmenslösungen vorbehalten waren. Ivan Krstić, Vice President of Security Engineering and Architecture bei Apple, betont, dass das Unternehmen Sicherheit für alle Nutzer:innen zugänglich macht, dies allerdings innerhalb des Ökosystems eines US-Konzerns.

Die Aufnahme in den NATO Information Assurance Product Catalogue ist zweifellos ein Erfolg für Apple. Gleichzeitig sollte nicht übersehen werden, dass die Nutzung dieser Geräte und Dienste weiterhin mit den Bedingungen und potenziellen Zugriffsmöglichkeiten US-amerikanischer Behörden verbunden ist. Wer Wert auf digitale Souveränität legt, muss diese Aspekte bei der Auswahl seiner Technologie berücksichtigen.

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