Google und der Datenschutz

Beruflich bedingt bin ich ziemlich sensibilisiert was den Umgang mit personenbezogenen Daten betrifft. Nichts desto trotz verwende ich die diversen Google Services im privaten Umfeld sehr gerne. Derzeit bin ich beispielsweise gerade dabei einige meiner privaten Internetdienste in Google Apps zu integrieren. Private Mails, Kalender- und Chatfunktionaltitäten gibts hier in einem Paket. Und das sogar kostenlos. Auch meine Blogs werden ja von Google gehostet.

Wie verträgt sich dieses Verhalten nun mit meinem Beruf? Dass die Konzentration verschiedener persönlicher Daten bei einem Provider natürlich für ziemliche Transparenz (bei Google) sorgt muss einem natürlich bewusst sein. Aber mit den Datenschutzbestimmungen von Google habe ich beispielsweise überhaupt kein Problem. Es wird von Google im vornhinein klar dargelegt für welchen Zweck meine personenbezogenen Daten verwendet werden. Die Weitergabe aggregierter und damit nicht mehr auf den einzelnen Nutzer zurückvollziehbarer Daten an Dritte stellt kein Problem dar. Und ich habe auch kein Problem damit dass Daten unter bestimmten Umständen  z. B. im Rahmen von gerichtlichen oder behördlichen Verfahren auch zu Analysezwecken an Dritte weitergegeben werden können.

Die Privacy Policy von Google ist für mich ein Musterbeispiel von Transparenz. Ein derart komplexes und umfangreiches Portfolio unter eine Policy zu bringen ist beachtenswert. Gerade deshalb überlege ich aber natürlich genau, welche Informationen ich Google offenbare. Ich habe ja die Wahl.

Natürlich gibt es Teilbereiche, in denen man Google zumindest Naivität unterstellen kann. Aber mir liegen jedenfalls keine Hinweise darauf vor, dass Google seine Datenschutzrichtlinien grundsätzlich verletzt, etwa indem es Benutzerprofile an andere Unternehmen verkauft. Und dass bestimmte  datenschutzrechtliche Schwachstellen noch weiter optimiert werden sehe ich als Reaktion eines amerikanischen Unternehmens auf sinnvolle hohe europäische Datenschutzvorgaben. Gut so, weitermachen.

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