Ghost als „Digital Public Good" anerkannt – was das bedeutet

Teilen
Ghost als „Digital Public Good" anerkannt – was das bedeutet

Die Publishing-Plattform Ghost wurde Ende April 2026 offiziell von der
Digital Public Goods Alliance (DPGA) als Digital Public Good (DPG) anerkannt. Ghost ist damit die einzige Publishing-Plattform, die diesen Standard erfüllt. Diese Website wird seit rund einem Jahr auf Ghost gehostet.

Was ist die DPGA?

Die DPGA ist eine Multi-Stakeholder-Initiative unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen. Sie fördert Open-Source-Software, offene Daten und freie
Inhalte, die zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen. Die
Anerkennung als DPG erhöht Sichtbarkeit und Förderchancen für Projekte mit
globalem gesellschaftlichem Nutzen.

Der DPG-Standard: Datenschutz und Souveränität als Voraussetzung

Damit ein Projekt als Digital Public Good anerkannt wird, muss es den
DPG-Standard erfüllen. Dieser umfasst konkrete Anforderungen in folgenden Bereichen:

  • Offene Lizenzierung (Open Source / Open Content)
  • Datenschutz (Data Privacy by Design)
  • Plattformunabhängigkeit (Vendor Lock-in vermeiden)
  • Einhaltung anerkannter Best Practices

Ghost erfüllt diese Kriterien durch seine Open-Source-Architektur,
Datenportabilität und ein klares Bekenntnis zu Nutzerrechten und offenen
Standards. Betrieben wird Ghost durch eine gemeinnützige Stiftung, bewusst
außerhalb der Venture-Capital-Logik.

Warum das aus Datenschutz- und Souveränitätsperspektive relevant ist

Die Anerkennung durch die DPGA ist kein Marketinglabel, sondern eine externe
Prüfung anhand definierter Kriterien. Für Redaktionen, NGOs, Behörden und
zivilgesellschaftliche Organisationen, die Ghost bereits nutzen, ist das eine
formale Bestätigung dessen, was die Plattform von Anfang an auszeichnete:

  • Keine Abhängigkeit von US-amerikanischen Big-Tech-Plattformen
  • Selbst-hostbar (eigene Infrastruktur, eigene Datenhaltung)
  • Volle Kontrolle über Nutzerdaten ohne Drittanbieter-Tracking
  • Transparenter Quellcode, auditierbar durch Dritte
  • Kein VC-Druck, der Monetarisierungsinteressen über Nutzerrechte stellt

Gerade für Organisationen im Geltungsbereich der DSGVO oder NIS2 ist
Plattformsouveränität kein Nice-to-have. Wer Inhalte, Abonnentendaten und
Newsletter-Verteiler auf einer Plattform betreibt, die weder den
Datenschutzanforderungen der EU genügt noch selbst betrieben werden kann,
schafft sich regulatorische und reputative Risiken.

Einordnung

Die DPG-Anerkennung ändert nichts an der Funktionsweise von Ghost. Sie ist
kein Feature, sondern eine unabhängige Bestätigung eines Prinzips: Digitale
Infrastruktur für Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft sollte offen, nachvollziehbar und im Interesse der Nutzenden gebaut sein.

Für alle, die Ghost bereits im Einsatz haben oder als Alternative zu proprietären Publishing-Plattformen evaluieren: Das Ghost-Profil auf der Website https://www.digitalpublicgoods.net/r/ghost dokumentiert die geprüften Kriterien im Detail.


Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung generativer KI (Claude Sonnet 4.6, Anthropic) erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft.

Weiterlesen

Ubuntu 26.04 LTS: Ein guter Moment um Linux zu entdecken

Ubuntu 26.04 LTS: Ein guter Moment um Linux zu entdecken

Letzte Woche hat Canonical Ubuntu 26.04 LTS veröffentlicht, Codename "Resolute Raccoon". Als Long-Term-Support-Release wird diese Version fünf Jahre lang mit Sicherheitsupdates versorgt, also bis April 2031. Das Release bringt unter anderem TPM-gestützte Vollverschlüsselung, Rust-basierte Kernwerkzeuge für mehr Speichersicherheit sowie verbesserte Unterstützung für App-Berechtigungen. Unter der Haube arbeitet

Von Michael Mrak